Kaisermantel (Argynnis paphia) Kaisermantel gehört als Edelfalter zur Gruppe der Perlmutterfalter, deren Flügelunterseiten mit perlmutterartigen Schuppen besetzt sindJakobsgreiskraut ist in allen Teilen giftig
Fährt man jetzt im Hochsommer offenen Auges durch das Heger Holz und lässt sich auch mal von Nebenwegen verführen, dann kann man auf Lichtungen das Glück haben, einen besonderen und sehr auffälligen Schmetterling antreffen.
Der Kaisermantel (Argynnis paphia) bevorzug Waldlichtungen und Waldränder, wenn dort Futterpflanzen zu finden sind. Besonders bevorzugt ist er an Disteln und anderen korbblütigen Pflanzen anzutreffen.
Unser Männchen auf dem Foto wählte allerdings eine solitär in der Nähe des Forsthofes stehende Pflanze, die leider nicht sehr gern gesehen wird, da sie in allen Teilen giftig ist, das Jakobsgreiskraut. Besonders Pferdebesitzer fürchten diese Pflanze, da sie auch noch bei Fütterung mit kontaminiertem Heu ihre leberschädigenden Alkaloide freisetzt.
Der Kaisermantel gehört als Edelfalter zur Gruppe der Perlmutterfalter, deren Flügelunterseiten mit perlmutterartigen Schuppen besetzt sind.
Zur Eiablage im Spätsommer dienen nach der Paarung Veilchenpflanzen (Viola silvestris, Viola palustris), in deren Nähe die Eier abgelegt werden. Da die Eiablage im Hochsommer erfolgt, wenn am Waldboden wenig Sonne zur Erwärmung einfällt, fliegt das Weibchen zunächst zur Laubkrone hinauf, um Wärme für die Eiablage im kühlen Waldschatten zu tanken. Dann fliegt es zu einer sonnenbeschienenen Stelle des Bodens und bleibt dort noch etwas zum Aufwärmen. Mit den Beinen ertastet sie im Veilchenbewuchs eine geeignete Stelle am Waldboden, um ihre Eier in Rindenritzen des Laubbaumes abzulegen. Diese Strategie hat sich im Laufe der Evolution so entwickelt, um den Jungen Raupen frisches Frühlingsgrün zu bieten (Evers, S. 73/74).
Die Raupe schlüpft erst im Frühjahr aus dem Ei und ernährt sich fortan von der Blättern des Veilchens, genau dann, wenn „am Bache die Veilchen wieder blühn“.
Unser Kaisermantel wurde also schon 2025 gezeugt und hat irgendwo unter einer Veilchenwurzel den Winter überstanden.
Auch wenn die Art nur „Geschützt“ und nicht streng geschützt ist, bereichert sie doch den Forst durch ihren gaukelnden Flug und ihre auffällige Schönheit. (Matthias Lennartz)
Literatur
REICHHOLF-RIEHM, Dr. Hildegart: Schmetterlinge. Mosaik Verlag . München 1996, S. 46/47
DIERL, Wolfgang: Schmetterlinge, Heimische Tagfalter und Nachtfalter. BLV. München 1989, S. 52/53
In der NOZ gab es einen Artikel zum Thema Leinenpflicht. Dort wurde unser Heger Holz als ganzjähriges Leinenpflicht Gebiet leider nicht genannt.
Dort steht folgendes:
„Zusätzlich gibt es Flächen in Osnabrück, auf denen eine ganzjährige Leinenpflicht gilt. Das sind zum Beispiel alle Friedhöfe, der Rubbenbruchsee und das angrenzende Natruper Holz und der Bürgerpark. Alle Gebiete mit Leinenzwang sind auf unserer interaktiven Karte rot markiert.“ NOZ 18.06.2026
Die Lehmsenke nach einem Jahr Lehmsenke als Nisthilfe für Rauchschwalben
Wie der Hut aufs Dach kam
Roter Fingerhut – Zeigerpflanze des Monats Juni
Wer aufmerksam auf dem Schütterhausweg in Richtung Heger Holz geht, kann auf dem Flachdach des neuen Forsthofes ein seltenes Naturphänomen beobachten.
Mittig auf dem Flachdaches recken Pflanzenstängel des Roten Fingerhutes (Digitalis purpurea) ihre roten, rosafarbenen und weißen Blütenstände in den Himmel. Aber wie kommt der Fingerhut, der sonst nur auf Kahlschlagsflächen, an Waldrändern und Lichtungen anzutreffen ist, auf das Gründach des Forsthofes ?
Die Lösung liegt einige Monate zurück.
Am 19.Juli 2025 wurde auf dem Flachdach des Forsthofes eine extensive Pflanzenbegrünung angelegt. Auf den gut isolierten Unterbau wurde ca. 25 30 Zentimeter hoch ein Pflanzsubstrat aufgebracht, Pflanzsprossen mehrere Fetthennenarten (Sedum spec.) in das Substrat eingeharkt und gut bewässert. Die aufgebrachten Pflanzenarten haben die Eigenschaft, selbstständig neue Wurzeln und Sprosse zu bilden und sukzessive das gesamte Dach mit einem mehrfarbigen grünen Pelz zu überziehen. Eine ökologisch und zugleich energetisch höchst effektive Alternative zu einer sonst bekannten Alternative von Bitumenschicht und Kiesschüttung.
Aber damit ist noch nicht das Aufkommen des Roten Fingerhutes erklärt.
Relativ spontan arbeiteten wir eine Senke von ca. zwei Quadratmetern in das Substrat, legten einen witterungsfeste Folie hinein und kleideten diese im Innern und am Rand mit Lehm aus, der durch die umfangreichen Baumaßnahmen am Forsthof seitlich abgelagert war. Ursprünglich sollte diese Lehmsenke den in der Werkstatt nistenden Rauchschwalben den Bau ihres Nestes erleichtern. Nach derzeitiger Erkenntnis haben sie das in diesem Jahr auch genutzt. Beim Einbringen des Lehmgemisches müssen einige Samen des Fingerhutes den Weg auf das Dach gefunden haben. So kann man gut ein Jahr später die auffälligen Pflanzen auch von unten beobachten.
An dieser Stelle ist der Rote Fingerhut, der in allen Teilen hochgiftig ist, auch ungefährlich für eventuell spielende Kinder. Für die Insekten ist er allerdings ein großer Gewinn.
Die auffällige Zeichnung an der Unterlippe der Rachenblüten lockt viele Insekten, vor allem Hummeln an, die tief in die Blüte kriechen. Die auffällige Waldpflanze gelangte bereits im 16. Jahrhundert in unsere Hausgärten, wobei auch hier bereits weiße Varietäten auftraten. (Mein schöner Landgarten 6/2015, S. 18). In der Natur „mendelt“ der Fingerhut sehr stark, d.h. alle denkbaren Mischformen zwischen Rot bis Weiß treten nebeneinander auf.
In neuerer Literatur zur Unterstützung der Wildbienen wird er ausdrücklich zur Anpflanzung in Privatgärten empfohlen (Anja EDER: Wildbienenhelfer – Wildbienen und Blühpflanzen. 2023, S. 157 (Matthias Lennartz, 10.6.2026)
Literatur
1. EDER,Anja: Wildbienenhelfer, Wildbienen und Blühpflanzen. Tipp 4 Verlag GmbH. 3. Auflage. Wuppertal 2023.
eine wunderschöne, naturnahe und erstmalig stattfindende Aktivität der HL fand am Tage unseres Maiganges früh morgens statt. Sie galt neben all den vielen Aufräum- und Verschönerungsaktivitäten der vergangenen Monate einem ganz besonderen Interesse, das der Erkundung unserer heimischen Vogelwelt im Heger Holz. Eine kleine Gruppe ornithologisch Interessierter traf sich zu diesem Anlass bereits vor Sonnenaufgang 🌅 unter fachkundiger Leitung und Expertise von Bernhard Volmer und Matthias Lennartz am Schütterhaus. Ziel und Anliegen waren die zu dieser sehr frühen und durchaus stimmungsvollen Morgenstunde bereits sehr aktiven Vogelarten zu beobachten, weitestgehend zu erfassen und zu bestimmen. Ein regelrechtes Konzert 🎵 wunderschöner, sehr melodiöser Klänge und Rufe von nah und fern bot sich uns – ließ uns in diesem Moment vollends den Alltag vergessen und ja, war auch ein wenig Entschädigung für unsere sehr kurze Nacht. Das Wahrnehmen, Erkennen und Bestimmen verschiedenster Vogelstimmen und – melodien in unserem Holz, die nicht nur gleichzeitig, sondern zudem auch noch aus verschiedensten Richtungen ertön(t)en, stellen natürlich eine besondere Herausforderung an jeden Hobbyornithologen dar: Konzentration, ein „feines“ Gehör und nicht zuletzt ein – langes -Training und die damit verbundene Erfahrung erleichtern natürlich das sichere und schnelle Erkennen und Bestimmen der jeweiligen Vogelspezies. Es sei aber an dieser Stelle erwähnt, dass jedem Interessierten und nicht ganz so vogelkundlich Erfahrenen neben herkömmlichen und sehr bewährten Hilfsmitteln wie z.B. Bestimmungsbücher und Fernglas – diese sind ein Muss! – natürlich auch moderne Hilfsmittel wie digitale Apps unterstützend zur Verfügung stehen. Insbesondere erleichtern digitale Apps eine unkomplizierte und recht schnelle Zuordnung vor Ort, weshalb sie gerade sehr gern und immer mehr eingesetzt werden. An diesem doch sehr frischen, aber auch stimmungsvollen Morgen konnten wir in einer 1,5 stündigen Beobachtungsphase 17 verschiedene Vogelarten in unserem Holz anhand ihrer wunderschönen Melodien und Rufe zuordnen. Diese recht hohe Anzahl ist erfreulich und zugleich ermutigend, zeigt sie damit auch die Reichhaltigkeit und Biodiversität unseres Waldes an ! Neben den dunklen und langgezogenen hu-hu-Rufen des Waldkauzes, die wohl jeder schon einmal wahrgenommen hat, dem sehr häufig und gut heraushörbaren abwechslungsreichen zwitschernden und flötenden Gesang der Mönchsgrasmücke sowie dem typischen lachenden Ruf des Grünspechtes und dem zu dieser Jahreszeit häufigen Trommeln des Buntspechtes seien nur einige wenige Vogelarten besonders erwähnt. Eine vollständige Liste aller 17 von uns festgestellten Vogelarten befindet sich daher als Anhang am Textende. Eine ganz persönliche Anmerkung sei mir zum Schluss erlaubt: Langfristig hoffen wir sehr, dass auch zukünftig solch interessante und spezielle Begehungen unseres Holzes – bei entsprechendem Teilnehmerinteresse vorausgesetzt – stattfinden werden, stellen sie doch eine wunderbare und nachhaltige Naturerfahrung und nicht zuletzt auch einen „spielerischen“ Lernzuwachs an Artenkenntnis dar.
Da wir möglichst vielen Naturliebhabern und Interessierten die Gelegenheit bieten möchten, auch an einer nächsten Exkursion teilnehmen zu können, laden wir herzlich alle Hobbyornithologen der Heger Laischaft zu einer späteren (!) Stunde als 5 Uhr morgens ein – in der Hoffnung auf eine größere Resonanz und stärkere Teilnehmerzahl ! (Irmtraud Röwer)
Die Familie Ingo Klute hat den Baum des Jahres 2026 gestiftet. Am 14.04.2026 wurde die Zitterpappel am Forsthof unter fachlicher Aufsicht gepflanzt. Mit dabei war auch das Kränzchen von Birgid Klute.
Liebe Interessentinnen und Interessenten der Heger Laischaft,
nach einem langen Winter setzt sich der Frühling inzwischen durch und erweckt auch das Heger Holz aus seinem Winterschlaf. Mit entsprechender Vorfreude laden wir Sie und Ihre Familie ein:
Maigang
Samstag, 9. Mai 2026
14:30 Uhr am Schütterhaus
Nach unserem Spaziergang durch das frühlingshafte Heger Holz treffen wir gegen 16:00 Uhr wieder am Forsthof ein. Dort erwartet Sie eine kleine Stärkung sowie Gelegenheit für einen vertiefenden Austausch.
Wir freuen uns besonders, dass sich Ihnen bei dieser Gelegenheit unser neuer Schütter Tobias Otte gemeinsam mit seiner Partnerin Eva Gutschner vorstellen wird. Erstmalig werden wir auch an unserem neuen Storchenmast unsere Laischaftsfahne hissen.
Der gesamte Vorstand freut sich auf Ihre aktive Teilnahme.
Zur Pflanzung einer Trauerweide/ Salix babylonica trifft sich die Laischaft am 10. April um 14 Uhr am Forsthof.
Der Baum ist Pauline Heymann gewidmet, stellvertretend in Erinnerung an die jüdischen Interessenten, die gezwungen wurden ihre Gerechtigkeiten in der Zeit des Nationalsozialismus zu verkaufen.
Gerne machen wir auf den Service Club „Round Table 134 Osnabrück“ aufmerksam, der mit seiner Aktion den ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück unterstützt.
„Unsere Osterhasen eignen sich super als kleines Geschenk, speziell für Mitarbeiter*innen, Kund*innen oder die Liebsten. Sie sind eine kleine Aufmerksamkeit und somit ein Zeichen der Wertschätzung. Fördere jetzt deine Mitarbeiter- und Kundenbindung. Jeder freut sich über einen Schokohasen und über die Gewinnchance in der Tombola. Und das beste dabei ist: Die Osterhelden unterstützten gleichzeitig regionale gemeinnützige Einrichtungen. Ein Osterhase kostet 4€
Wir versuchen dieses Jahr 5.000 Osterhasen für einen guten Zweck zu verkaufen und sind über jede Abnahme froh. Mit jedem Osterhasen gibt es eine Losnummer für eine Tombola und die Einnahmen gehen dieses Jahr an den ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück.“
Zu bestellen sind die Osterhasen bei Claas Conrad per WhatsApp unter 0174 9051280 oder per Mail unter Osterhelden.rt134@gmail.com
Bitte gebt die gewünschte Anzahl an Hasen an. (Firmenname), Vorname, Nachname, Postanschrift, Mailadresse und eine Telefonnummer für Rückfragen. Sollte die Liefer/ Rechnungsadresse von der Bestelladresse abweichen, teilt dieses gerne mit.
Mehr Informationen und ein Bild von den Hasen gibt es beim „Round Table 134“ Osterhelden 2026
Am 6.März um 19 Uhr lädt die Heger Laischaft in den Forsthof zum Vortrag: Umgang der Heger Laischaft mit den jüdischen Interessenten in der Zeit des Nationalsozialismus.
Mit Unterstützung der Autorin Martina Sellmeyer hat Silke Ebeling die Geschichte der 3 triftigen Gerechtigkeit ihrer Familie erforscht. Wem gehörte die Gerechtigkeit vor der Familie Ebeling? Wie ist es zur Übertragung gekommen? Was ist aus den vormaligen Besitzern geworden?
Wir bitten um Anmeldung bis zum 01.03.2026 per Mail an Silke Ebeling unter: Ebeling.silke@icloud.com
Zuletzt aktualisiert: April 9, 2025 von admin
Ihr möchtet Informationen zum Forsthof?
Die findet ihr hier
Erstellt am Juli 10, 2026 von admin
Ein neuer Beitrag: „Ein Kaiser in edlem Gewand“
Fährt man jetzt im Hochsommer offenen Auges durch das Heger Holz und lässt sich auch mal von Nebenwegen verführen, dann kann man auf Lichtungen das Glück haben, einen besonderen und sehr auffälligen Schmetterling antreffen.
Der Kaisermantel (Argynnis paphia) bevorzug Waldlichtungen und Waldränder, wenn dort Futterpflanzen zu finden sind. Besonders bevorzugt ist er an Disteln und anderen korbblütigen Pflanzen anzutreffen.
Unser Männchen auf dem Foto wählte allerdings eine solitär in der Nähe des Forsthofes stehende Pflanze, die leider nicht sehr gern gesehen wird, da sie in allen Teilen giftig ist, das Jakobsgreiskraut. Besonders Pferdebesitzer fürchten diese Pflanze, da sie auch noch bei Fütterung mit kontaminiertem Heu ihre leberschädigenden Alkaloide freisetzt.
Der Kaisermantel gehört als Edelfalter zur Gruppe der Perlmutterfalter, deren Flügelunterseiten mit perlmutterartigen Schuppen besetzt sind.
Zur Eiablage im Spätsommer dienen nach der Paarung Veilchenpflanzen (Viola silvestris, Viola palustris), in deren Nähe die Eier abgelegt werden. Da die Eiablage im Hochsommer erfolgt, wenn am Waldboden wenig Sonne zur Erwärmung einfällt, fliegt das Weibchen zunächst zur Laubkrone hinauf, um Wärme für die Eiablage im kühlen Waldschatten zu tanken. Dann fliegt es zu einer sonnenbeschienenen Stelle des Bodens und bleibt dort noch etwas zum Aufwärmen. Mit den Beinen ertastet sie im Veilchenbewuchs eine geeignete Stelle am Waldboden, um ihre Eier in Rindenritzen des Laubbaumes abzulegen. Diese Strategie hat sich im Laufe der Evolution so entwickelt, um den Jungen Raupen frisches Frühlingsgrün zu bieten (Evers, S. 73/74).
Die Raupe schlüpft erst im Frühjahr aus dem Ei und ernährt sich fortan von der Blättern des Veilchens, genau dann, wenn „am Bache die Veilchen wieder blühn“.
Unser Kaisermantel wurde also schon 2025 gezeugt und hat irgendwo unter einer Veilchenwurzel den Winter überstanden.
Auch wenn die Art nur „Geschützt“ und nicht streng geschützt ist, bereichert sie doch den Forst durch ihren gaukelnden Flug und ihre auffällige Schönheit. (Matthias Lennartz)
Literatur
Erstellt am Juni 18, 2026 von admin
NOZ hat das Heger Holz vergessen
In der NOZ gab es einen Artikel zum Thema Leinenpflicht. Dort wurde unser Heger Holz als ganzjähriges Leinenpflicht Gebiet leider nicht genannt.
Dort steht folgendes:
„Zusätzlich gibt es Flächen in Osnabrück, auf denen eine ganzjährige Leinenpflicht gilt. Das sind zum Beispiel alle Friedhöfe, der Rubbenbruchsee und das angrenzende Natruper Holz und der Bürgerpark. Alle Gebiete mit Leinenzwang sind auf unserer interaktiven Karte rot markiert.“ NOZ 18.06.2026
Zuletzt aktualisiert: Juni 12, 2026 von admin
Matthias Lennartz nimmt uns in den nächsten Monaten mit in die spannende Flora und Fauna des Heger Holzes
Wir starten mit dem Fingerhut.
Wie der Hut aufs Dach kam
Roter Fingerhut – Zeigerpflanze des Monats Juni
Wer aufmerksam auf dem Schütterhausweg in Richtung Heger Holz geht, kann auf dem Flachdach des neuen Forsthofes ein seltenes Naturphänomen beobachten.
Mittig auf dem Flachdaches recken Pflanzenstängel des Roten Fingerhutes (Digitalis purpurea) ihre roten, rosafarbenen und weißen Blütenstände in den Himmel. Aber wie kommt der Fingerhut, der sonst nur auf Kahlschlagsflächen, an Waldrändern und Lichtungen anzutreffen ist, auf das Gründach des Forsthofes ?
Die Lösung liegt einige Monate zurück.
Am 19.Juli 2025 wurde auf dem Flachdach des Forsthofes eine extensive Pflanzenbegrünung angelegt. Auf den gut isolierten Unterbau wurde ca. 25 30 Zentimeter hoch ein Pflanzsubstrat aufgebracht, Pflanzsprossen mehrere Fetthennenarten (Sedum spec.) in das Substrat eingeharkt und gut bewässert. Die aufgebrachten Pflanzenarten haben die Eigenschaft, selbstständig neue Wurzeln und Sprosse zu bilden und sukzessive das gesamte Dach mit einem mehrfarbigen grünen Pelz zu überziehen. Eine ökologisch und zugleich energetisch höchst effektive Alternative zu einer sonst bekannten Alternative von Bitumenschicht und Kiesschüttung.
Aber damit ist noch nicht das Aufkommen des Roten Fingerhutes erklärt.
Relativ spontan arbeiteten wir eine Senke von ca. zwei Quadratmetern in das Substrat, legten einen witterungsfeste Folie hinein und kleideten diese im Innern und am Rand mit Lehm aus, der durch die umfangreichen Baumaßnahmen am Forsthof seitlich abgelagert war. Ursprünglich sollte diese Lehmsenke den in der Werkstatt nistenden Rauchschwalben den Bau ihres Nestes erleichtern. Nach derzeitiger Erkenntnis haben sie das in diesem Jahr auch genutzt. Beim Einbringen des Lehmgemisches müssen einige Samen des Fingerhutes den Weg auf das Dach gefunden haben. So kann man gut ein Jahr später die auffälligen Pflanzen auch von unten beobachten.
An dieser Stelle ist der Rote Fingerhut, der in allen Teilen hochgiftig ist, auch ungefährlich für eventuell spielende Kinder. Für die Insekten ist er allerdings ein großer Gewinn.
Die auffällige Zeichnung an der Unterlippe der Rachenblüten lockt viele Insekten, vor allem Hummeln an, die tief in die Blüte kriechen. Die auffällige Waldpflanze gelangte bereits im 16. Jahrhundert in unsere Hausgärten, wobei auch hier bereits weiße Varietäten auftraten. (Mein schöner Landgarten 6/2015, S. 18). In der Natur „mendelt“ der Fingerhut sehr stark, d.h. alle denkbaren Mischformen zwischen Rot bis Weiß treten nebeneinander auf.
In neuerer Literatur zur Unterstützung der Wildbienen wird er ausdrücklich zur Anpflanzung in Privatgärten empfohlen (Anja EDER: Wildbienenhelfer – Wildbienen und Blühpflanzen. 2023, S. 157 (Matthias Lennartz, 10.6.2026)
Literatur
1. EDER,Anja: Wildbienenhelfer, Wildbienen und Blühpflanzen. Tipp 4 Verlag GmbH. 3. Auflage. Wuppertal 2023.
2. MEIN SCHÖNER LANDGARTEN: Wildromantischer Fingerhut. Freiburg 6/7 2015.
3. AICHELE D./SCHWEGLER H.-W.: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. Franckh-Kosmos. Stuttgart 1995.
Erstellt am Juni 8, 2026 von admin
Das war die Vogelstimmenexkursion am Forsthof
Wenn der Waldkauz ruft !
Liebe Interessenten, liebe ornithologisch Interessierte,
eine wunderschöne, naturnahe und erstmalig stattfindende Aktivität der HL fand am Tage unseres Maiganges früh morgens statt. Sie galt neben all den vielen Aufräum- und Verschönerungsaktivitäten der vergangenen Monate einem ganz besonderen Interesse, das der Erkundung unserer heimischen Vogelwelt im Heger Holz.
Eine kleine Gruppe ornithologisch Interessierter traf sich zu diesem Anlass bereits vor Sonnenaufgang 🌅 unter fachkundiger Leitung und Expertise von Bernhard Volmer und Matthias Lennartz am Schütterhaus. Ziel und Anliegen waren die zu dieser sehr frühen und durchaus stimmungsvollen Morgenstunde bereits sehr aktiven Vogelarten zu beobachten, weitestgehend zu erfassen und zu bestimmen.
Ein regelrechtes Konzert 🎵 wunderschöner, sehr melodiöser Klänge und Rufe von nah und fern bot sich uns – ließ uns in diesem Moment vollends den Alltag vergessen und ja, war auch ein wenig Entschädigung für unsere sehr kurze Nacht.
Das Wahrnehmen, Erkennen und Bestimmen verschiedenster Vogelstimmen und – melodien in unserem Holz, die nicht nur gleichzeitig, sondern zudem auch noch aus verschiedensten Richtungen ertön(t)en, stellen natürlich eine besondere Herausforderung an jeden Hobbyornithologen dar:
Konzentration, ein „feines“ Gehör und nicht zuletzt ein – langes -Training und die damit verbundene Erfahrung erleichtern natürlich das sichere und schnelle Erkennen und Bestimmen der jeweiligen Vogelspezies. Es sei aber an dieser Stelle erwähnt, dass jedem Interessierten und nicht ganz so vogelkundlich Erfahrenen neben herkömmlichen und sehr bewährten Hilfsmitteln wie z.B. Bestimmungsbücher und Fernglas – diese sind ein Muss! – natürlich auch moderne Hilfsmittel wie digitale Apps unterstützend zur Verfügung stehen.
Insbesondere erleichtern digitale Apps eine unkomplizierte und recht schnelle Zuordnung vor Ort, weshalb sie gerade sehr gern und immer mehr eingesetzt werden.
An diesem doch sehr frischen, aber auch stimmungsvollen Morgen konnten wir
in einer 1,5 stündigen Beobachtungsphase 17 verschiedene Vogelarten in unserem Holz anhand ihrer wunderschönen Melodien und Rufe zuordnen. Diese recht hohe Anzahl ist erfreulich und zugleich ermutigend, zeigt sie damit auch die Reichhaltigkeit und Biodiversität unseres Waldes an !
Neben den dunklen und langgezogenen hu-hu-Rufen des Waldkauzes, die wohl jeder schon einmal wahrgenommen hat, dem sehr häufig und gut heraushörbaren abwechslungsreichen zwitschernden und flötenden Gesang der Mönchsgrasmücke sowie dem typischen lachenden Ruf des Grünspechtes und dem zu dieser Jahreszeit häufigen Trommeln des Buntspechtes seien nur einige wenige Vogelarten besonders erwähnt. Eine vollständige Liste aller 17 von uns festgestellten Vogelarten befindet sich daher als Anhang am Textende.
Eine ganz persönliche Anmerkung sei mir zum Schluss erlaubt:
Langfristig hoffen wir sehr, dass auch zukünftig solch interessante und spezielle Begehungen unseres Holzes – bei entsprechendem Teilnehmerinteresse vorausgesetzt – stattfinden werden, stellen sie doch eine wunderbare und nachhaltige Naturerfahrung und nicht zuletzt auch einen „spielerischen“ Lernzuwachs an Artenkenntnis dar.
Da wir möglichst vielen Naturliebhabern und Interessierten die Gelegenheit bieten möchten, auch an einer nächsten Exkursion teilnehmen zu können, laden wir herzlich alle Hobbyornithologen der Heger Laischaft zu einer späteren (!) Stunde als 5 Uhr morgens ein – in der Hoffnung auf eine größere Resonanz und stärkere Teilnehmerzahl ! (Irmtraud Röwer)
Die „Vogeluhr“ am Forsthof (09.05.2026)
Uhrzeit
Vogelart
5.05
Waldkauz
5.06
Rotkehlchen, Singdrossel, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Amsel
5.10
Kohlmeise
5.15
Buchfink
5.23
Zilpzalp
5.26
Eichelhäher, Kanadagans
5.38
Großer Buntspecht
5.43
Rabenkrähe
5.47
Grünspecht
6.08
Star
6.11
Ringeltaube
6.12
Blaumeise
15.00
Kuckuck
Erstellt am April 20, 2026 von admin
Vogelstimmenexkursion am Forsthof
Erstmalig findet in diesem Jahr eine Vogelstimmenexkursion im
Heger Holz in Osnabrück statt
Wir wollen bei Sonnenaufgang die Stimmen der dort im Wald ansässigen Vögel durch die „Vogeluhr“ begleiten
Wetterangemessene Kleidung, Fernglas, evtl. Bestimmungsbuch sind sinnvoll, Anmeldung nicht erforderlich
Die Veranstaltung wird von Bernhard Volmer und Matthias Lennartz angeboten und findet auch bei regnerischem Wetter statt
Uhrzeit: Samstag 9. Mai, 5.00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz am Forsthof der Heger Laischaft
Schütterhausweg 25
Veranstalter: Heger Laischaft, 49078 Osnabrück
Zuletzt aktualisiert: April 17, 2026 von admin
Die Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026
Die Familie Ingo Klute hat den Baum des Jahres 2026 gestiftet. Am 14.04.2026 wurde die Zitterpappel am Forsthof unter fachlicher Aufsicht gepflanzt. Mit dabei war auch das Kränzchen von Birgid Klute.
Erstellt am April 9, 2026 von admin
Einladung zum Maigang 2026
Liebe Interessentinnen und Interessenten der Heger Laischaft,
nach einem langen Winter setzt sich der Frühling inzwischen durch und erweckt auch das Heger Holz aus seinem Winterschlaf. Mit entsprechender Vorfreude laden wir Sie und Ihre Familie ein:
Maigang
Samstag, 9. Mai 2026
14:30 Uhr am Schütterhaus
Nach unserem Spaziergang durch das frühlingshafte Heger Holz treffen wir gegen 16:00 Uhr wieder am Forsthof ein. Dort erwartet Sie eine kleine Stärkung sowie Gelegenheit für einen vertiefenden Austausch.
Wir freuen uns besonders, dass sich Ihnen bei dieser Gelegenheit unser neuer Schütter Tobias Otte gemeinsam mit seiner Partnerin Eva Gutschner vorstellen wird. Erstmalig werden wir auch an unserem neuen Storchenmast unsere Laischaftsfahne hissen.
Der gesamte Vorstand freut sich auf Ihre aktive Teilnahme.
Mit unserem traditionellen Gruß
Olle Use
Erstellt am April 2, 2026 von admin
Baumspende einer Trauerweide
Zur Pflanzung einer Trauerweide/ Salix babylonica trifft sich die Laischaft am 10. April um 14 Uhr am Forsthof.
Der Baum ist Pauline Heymann gewidmet, stellvertretend in Erinnerung an die jüdischen Interessenten, die gezwungen wurden ihre Gerechtigkeiten in der Zeit des Nationalsozialismus zu verkaufen.
Den Baum spendet Silke Ebeling.
Zuletzt aktualisiert: Februar 27, 2026 von admin
„Osterhelden 2026“ Kinderhospitzdienst
Gerne machen wir auf den Service Club „Round Table 134 Osnabrück“ aufmerksam, der mit seiner Aktion den ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück unterstützt.
„Unsere Osterhasen eignen sich super als kleines Geschenk, speziell für Mitarbeiter*innen, Kund*innen oder die Liebsten. Sie sind eine kleine Aufmerksamkeit und somit ein Zeichen der Wertschätzung. Fördere jetzt deine Mitarbeiter- und Kundenbindung. Jeder freut sich über einen Schokohasen und über die Gewinnchance in der Tombola. Und das beste dabei ist: Die Osterhelden unterstützten gleichzeitig regionale gemeinnützige Einrichtungen. Ein Osterhase kostet 4€
Wir versuchen dieses Jahr 5.000 Osterhasen für einen guten Zweck zu verkaufen und sind über jede Abnahme froh. Mit jedem Osterhasen gibt es eine Losnummer für eine Tombola und die Einnahmen gehen dieses Jahr an den ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück.“
Zu bestellen sind die Osterhasen bei Claas Conrad per WhatsApp unter 0174 9051280 oder per Mail unter Osterhelden.rt134@gmail.com
Bitte gebt die gewünschte Anzahl an Hasen an. (Firmenname), Vorname, Nachname, Postanschrift, Mailadresse und eine Telefonnummer für Rückfragen. Sollte die Liefer/ Rechnungsadresse von der Bestelladresse abweichen, teilt dieses gerne mit.
Mehr Informationen und ein Bild von den Hasen gibt es beim „Round Table 134“ Osterhelden 2026
Erstellt am Februar 12, 2026 von admin
Die Heger Laischaft im Nationalsozialismus
Am 6.März um 19 Uhr lädt die Heger Laischaft in den Forsthof zum Vortrag:
Umgang der Heger Laischaft mit den jüdischen Interessenten in der Zeit des Nationalsozialismus.
Mit Unterstützung der Autorin Martina Sellmeyer hat Silke Ebeling die Geschichte der 3 triftigen Gerechtigkeit ihrer Familie erforscht. Wem gehörte die Gerechtigkeit vor der Familie Ebeling? Wie ist es zur Übertragung gekommen? Was ist aus den vormaligen Besitzern geworden?
Wir bitten um Anmeldung bis zum 01.03.2026 per Mail an Silke Ebeling unter:
Ebeling.silke@icloud.com